Die Immunantwort von Katzen kann bei der Entwicklung des Coronavirus-Impfstoffs hilfreich sein, so die Studie

Eine am 29. September in der Fachzeitschrift Pnas (Proceedings of the National Academy of Sciences) veröffentlichte Studie weist darauf hin, dass mit dem neuen Coronavirus infizierte Katzen eine Immunantwort auf das Virus entwickeln.

Die Resistenz gegen eine erneute Infektion ist ein Versprechen, dass eine Impfstrategie Katzen und damit auch Menschen schützen kann, heißt es in der Veröffentlichung.

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Die Forschung wurde von Wissenschaftlern der School of Veterinary Medicine der Colorado State University in den USA entwickelt, um eine mögliche Übertragung von Sars-CoV-2 zwischen Menschen und Haustieren zu untersuchen.

Dabei wurden die Anfälligkeit von Hunden und Katzen für Infektionen und das Übertragungspotential von infizierten Katzen auf Katzen, die keinen Kontakt mit dem Virus hatten, analysiert.

Trotz der Infektion entwickeln Katzen keine Covid-19-Krankheit

Laut den Forschern sind Fotzen sehr anfällig für Infektionen, mit einem Zeitraum von bis zu fünf Tagen viraler, oraler und nasaler Elimination, der nicht mit klinischen Symptomen einhergeht. Das heißt, dass Katzen trotz Infektion keine Covid-19-Krankheit entwickeln.

Kürzlich wurde in Brasilien der erste Fall von Covid-19 bei einer Katze in der Stadt Cuiabá bestätigt. Die Katze hat keine Krankheitssymptome und wurde von ihren Erziehungsberechtigten infiziert.

Die im Labor infizierten Fotzen übertrugen das Virus auf andere gesunde Katzen. Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass Hunde oder Katzen eine wichtige Rolle bei der Infektion des Menschen spielen. Reverse Zoonose (ein infizierter Mensch, der das neue Coronavirus an eine Katze weitergibt) ist möglich.

Katzen haben eine robuste Antikörperantwort entwickelt

Es wurde auch dokumentiert, dass Katzen nach Kontakt mit Sars-CoV-2 eine robuste neutralisierende Antikörperantwort entwickelten, die eine erneute Infektion nach einem zweiten Infektionsversuch im Labor verhinderte.

"Diese Studien haben wichtige Auswirkungen auf die Tiergesundheit und legen nahe, dass Katzen ein gutes Modell für die Impfstoffentwicklung sein könnten", schließt die Studie.

Dieselbe Untersuchung ergab, dass Hunde, die im Labor mit Sars-CoV-2 in Kontakt kamen, das Virus nach der Infektion nicht eliminieren, sondern serokonvertieren und eine neutralisierende antivirale Reaktion entwickeln. Hunde entwickeln die Krankheit auch nicht.

FOLHAPRESS

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